Gute Nachricht für Semester im Ausland:

Zinsloses Daka-Auslands-Darlehen hilft bei Finanzierungsproblemen

Viele Studierende spielen mit dem Gedanken, einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen. Einige Studiengänge setzen einen Auslandsaufenthalt sogar voraus, wie zum Beispiel Anglistik - oder kombinatorische Studiengänge, bei denen ein Teilfach eine Sprache ist. In anderen Fächern ist inzwischen ein Praktikum im Ausland üblich.

Aber wie kann ein solcher Auslandsaufenthalt finanziert werden? Schließlich entstehen häufig Mehrkosten durch Hin-und Rückreise, Studiengebühren oder Auslandskrankenversicherung.

Mit Bafög ins Ausland?

Was viele nicht wissen - auch mit Bafög lässt sich ein Auslandsaufenthalt finanzieren! Unter zwei Voraussetzungen: das Auslandssemester muss mindestens 6 Monate, ein Auslandspraktikum mindestens 12 Wochen umfassen. Und zweitens, das ist verständlich: der Auslandsaufenthalt muss für die Ausbildung im Inland förderlich sein.

Unter den Voraussetzungen der – in der Regel einkommensabhängigen - Förderungsfähigkeit nach dem Bafög können, neben Zuschlägen für die Hin- und Rückreise zum Ausbildungsort sowie ggf. erforderliche Studiengebühren bis 4.600 Euro, für maximal ein Jahr auch Zuschläge zur Krankenversicherung, sowie - bei einem Studium außerhalb der EU und in der Schweiz - ggf. monatliche Auslandszuschläge geleistet werden.

In jedem Fall ist eine frühzeitige Planung erforderlich. Spätestens 6 Monate vor Start der Auslandsausbildung sollte ein Antrag beim zuständigen Amt für Ausbildungs-förderung gestellt werden.

Das ist auch möglich, wenn man vorher noch kein Bafög beantragt hat.

Dies kann sich für Studierende lohnen, die bisher ihr Studium durch Jobs finanzieren, im Ausland diese Möglichkeit aber nicht haben.

Allerdings ist zu beachten, dass die Bafög-Auslandsförderung frühestens mit Beginn des studienbedingten Auslandsaufenthalts geleistet werden kann.

Weitere Informationen: https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/bafoeg_ins_ausland_0.pdf

Kosten entstehen bereits vor dem Auslandsaufenthalt!

Gleichgültig, ob man den Aufenthalt im Ausland mit Bafög oder einem Stipendium finanziert - oder aus eigenen Mitteln stemmen muss -, bereits Monate, bevor die Reise losgeht, sind häufig Zahlungen in beträchtlicher Höhe zu leisten. Eine momentane Finanzierungslücke kann daher schon vor Start des Auslandsaufenthalts entstehen - z.B. für Reisekosten und/oder Studiengebühren.

Diese kritische Lücke schließt seit Anfang dieses Jahres die Darlehenskasse der Studierendenwerke e.V. (Daka) mit einem zinslosen Darlehen.

Schon bei Nachweis der (vorläufigen) Studienbescheinigung einer ausländischen Universität bzw. der Bescheinigung einer im Ausland befindlichen Praktikantenstelle kann eine Darlehensförderung von bis zu 6.000 € bewilligt werden. Die Auszahlung erfolgt in der Regel in einer Summe.

Voraussetzung ist die Einschreibung an einer staatlichen Hochschule in Nordrhein-Westfalen sowie ein studienbedingter Auslandsaufenthalt. Außerdem ein Beleg dafür, dass bei der Sicherung des Lebensunterhaltes finanzielle Hilfe benötigt wird. Die Summe können auch die Studierenden beantragen, die keinen Anspruch auf Bafög-Auslandsförderung haben.

Zur Absicherung des Darlehens ist eine Bürgin/ein Bürge erforderlich. Das Daka-Darlehen für einen Auslandsaufenthalt gibt es on-top zu der mit dem zinsfreien Daka-Darlehen möglichen Studienfinanzierung von bis zu 12.000 €.

Die Darlehenskasse der Studierendenwerke e.V. (Daka) ist ein gemeinnütziger Verein der zwölf Studierendenwerke (in Wuppertal das Hochschul-Sozialwerk) in Nordrhein-Westfalen.

Sie vergibt seit mehr als 60 Jahren zinslose Darlehen an Studierende in Finanznot. und ist damit bundesweit die größte Darlehenskasse von Studierendenwerken.

Beim jüngsten Studienkredit-Test des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erhielt sie erneut eine hervorragende Bewertung.

Weitere Informationen:

https://www.daka-darlehen.de/